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Hufe wie der Schmied sie liebt
Der Huf spiegelt die Ernährungssituation des Pferdes wider. Schlecht
wachsendes, zu weiches, bröckeliges oder sprödes Hufhorn sollte langfristig zu
einem Umdenken in der Fütterung anregen. In vielen Fällen genügt die klassische
Beifütterung hufspezifischer Nährstoffe wie Biotin, Zink und schwefelhaltiger
Aminosäuren nicht.
Für ernährungsbedingte Hufprobleme kommen folgende Hauptursachen in Frage:
- Defizite bei den Nahrungsbausteinen, die direkt oder modifiziert in die
Hufwand
eingebaut werden
- Eine unzureichende Aufnahme der Nährstoffe aus dem Verdauungstrakt ins Blut
Eine schlechte Weiterverarbeitung im Stoffwechsel, wo Nährstoffe mit Hilfe
von spurenelement- und vitaminabhängigen Enzymen für den Einbau in die
nachwachsende Hufwand passgerecht gemacht werden.
Ungünstige Milieubedingungen im Huf, zum Beispiel eine schlechte Durchblutung
des Hufkomplexes, behindern den Transport der Nahrungsbausteine zum Einbauort.
Nahrungsbausteine für den Aufbau der Hornsubstanz
Das Hufhorn besteht vor allem aus dem Gerüsteiweiß Keratin, das wiederum ein
charakteristisches Aminosäurenmuster aufweist. Hier stellt normalerweise weniger
die Menge als die Qualität des Futtereiweißes, also seine
Aminosäurenzusammensetzung ein mögliches Problem dar. Zu den keratinbildenden
Aminosäuren gehören Methionin, Cystein, Lysin, Prolin und Glyzin, die entweder
direkt oder über natürliche Eiweißquellen wie Bierhefe, Getreidesprossen,
Chlorella-Algen und Kräuter zugefüttert werden können.
Mineralische Stoffe wie Zink, Mangan, Kupfer, Eisen, organische
Schwefelverbindungen, Silizium und Calcium sind für das Hufhorn wichtige
festigende Strukturbestandteile. Zur Verbesserung der Hufsubstanz sollten sie im
Ergänzungsfutter in optimierten Mengenverhältnissen und - zur Absicherung der
Bioverfügbarkeit - überwiegend in natürlichen Bindungsformen enthalten sein.
Ungesättigte pflanzliche Fettsäuren sind unter anderem für die Biegsamkeit
und Elastizität des Hufhorns von Bedeutung. Ein besonders günstiges
Fettsäurespektrum hat Leinöl, das kaltgepresst am wertvollsten ist.
Optimierung der Nährstoffaufnahme und Verstoffwechselung
Ohne gute Verdauung und gut funktionierenden Stoffwechsel ist es weitaus
schwieriger, die hufrelevanten Nährstoffe ihrem Zweck im Körper zuzuführen.
So unterstützen enzymreiche Getreidekeime die Dünndarmverdauung. Knoblauch,
Bierhefe, Leinsamen, Hirse, Kamille, Vitamin A und das Spurenelement Cobalt
tragen zum Schutz der Verdauungsschleimhäute und zur Aufrechterhaltung einer
gesunden Darmflora bei.
Für den optimalen Umsatz der Nahrungsbausteine im Stoffwechsel dienen unter
anderem die Vitamine des B-Komplexes und Vitamin C, die Spurenelemente Zink,
Mangan, Kupfer, Jod und Selen sowie als komplexe Naturstoffe: Bierhefe,
Chlorella, grüne Getreidesprossen und Natursalz aus dem Himalaya.
Zum Zell- und Organschutz gegen aggressive Stoffwechsel-Radikale können
vorzugsweise gemahlene Traubenkerne mit hochpotenten Radikalfängern (OPCs),
ferner die Vitamine E und C sowie Selen verwendet werden. Zur besonderen
Unterstützung der Leber dienen lezithin- und glutathionreiche Nährstoffe, Biotin
und getrocknete Mariendisteln.
Absicherung des Stofftransportes in den Hufkomplex
Nur eine gut durchblutete Huflederhaut sichert den Stofftransport in den
Hufkomplex. Auch hierfür kann eine optimale Nährstoffversorgung wichtige Dienste
leisten. Knoblauch, ungesättigte Fettsäuren, Traubenkernmehl und die genannten
Radikalschutz-Faktoren tragen zur Fließfähigkeit des Blutes bzw. zum Schutz der
feinen Blutgefäße bis hin zur Lederhaut bei.
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